Ausstellung "Erste Schritte" in Köln

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IMG 2628Eine Ausstellung? "Zu früh!" war meine erste Reaktion. Meine ehemaligen Kollegen hatten mich danach gefragt, ob ich vielleicht meine Bilder im Büro zeigen wollte.

Dort meine Bilder zeigen, wo ich in meinem "ersten Berufsleben" lange gearbeitet hatte? Passt doch nicht - oder?

Je mehr ich mich mit dem Gedanken befasste, ...


... desto besser gefiel er mir. Warum sollten sich all die Bilder in den Mappen und an meinen Atelierwänden nur weiter gegenseitig ansehen? Ich wollte herausfinden, ob meine Bilder auch andere Menschen ansprechen würden. Mir gefiel die Vorstellung eines Dialogs: Bild - Mensch. Außerdem hoffte ich, wieder etwas Neues zu lernen und damit einen Schritt weiter zu kommen.

So kam ich mit der Unternehmensleitung  überein, meine Bilder im März und AprilIMG 2587 2012 in einem Konferenzraum und einem angrenzenden Büro auszustellen. Die zweigeteilte Vernissage (Freitag Abend und Samstag) legten wir auf den 02. und 03. März. Da ich keine Vorkenntnisse bezüglich der Dauer der Vorarbeiten hatte, veranschlagte ich rund vier Kalenderwochen Vorlauf. Sie reichten so gerade aus!

Aufmaß und Plan
Laut Aufmaß hatte ich in zwei Räumen insgesamt rund 30 laufende Meter Wandflächen zur Verfügung. Ich trug alle Wandmaße in Raumpläne ein. Nach Sichtung meiner Arbeiten wählte ich rund 50 Bilder aus allen Bereichen (Landschaften, Städte und Gebäude, Objekte,Meditation, Serie 01, Serie 02 und Serie 03) aus und machte mir eine Übersicht, welche Arbeiten ich wo zusammenhängend zeigen wollte. Dazu war es erforderlich, die Abmessungen jedes einzelnen gerahmten (!) Bildes zu kennen. Also musste ich erst einmal entscheiden, wie ich die einzelnen Bilder rahme.

Rahmung und Transport
Ich wollte alles selbst rahmen. Bei einem bekannten Künstler-Großmarkt holte ichIMG 2695 mir Rat und deckte mich durch mehrere Einkaufsfahrten mit allem ein, was notwendig war. Dann schleppte ich alles in den dritten Stock ins Atelier. Dort angekommen wiederholte ich viele Male die Arbeitsschritte: Rahmen demontieren und reinigen, Scheiben polieren, Bild exakt ausrichten und fixieren, Rahmen montieren, Halterung verschrauben, Schonecken aufsetzen. Anschließend musste alles wieder heruntergetragen, vorsichtig zum Aussellungsort transportiert und schonend ausgeladen werden.

Ausstellungskatalog

Anlässlich der Ausstellung schrieb ich eine Werkübersicht, die den Großteil meinerbis dahin fertiggestellten und nach Bereichen (s.o.)  gegliederten Arbeiten enthielt (ganz unten findet Ihr den Katalog als Download). Diese habe ich den  Besuchern der Vernissage als Ausstellungskatalog zur Verfügung gestellt.

Insgesamt habe ich für all dies rund 10 Arbeitstage benötigt.

Hinzu kam
die Planung von Essen und Getränken. Dies übernahm zum Glück
meine Familie. Danke!!!IMG 2604


Hat es geklappt?
Ja. Die Vorbereitungszeit hätte aber nicht kürzer sein dürfen. Alles war rechtzeitig fertig, aber Zeitpuffer gab es fast keine mehr. Die Resonanz war gut. Am Freitag Abend kamen etwa 20 ehemalige Kolleginnen und Kollegen. Am nächsten Vormittag waren 80 Gäste da. Dadaurch, dass ich die ganze Bandbreite meiner Arbeiten ausstellen konnte, haben wohl die meisten meiner Gäste einen Bereich gefunden, der ihnen mehr (oder weniger) zusagte. Der Dialog Mensch - Bild hat stattgefunden. Ich durfte ein wenig dabei zuhören und auch meine Gedanken und Arbeitsweise erklären. Ich glaube, dass ich insgesamt einiges gelernt habe.

Gästebuch
Um noch mehr von den Wahrnehmungen meiner Gäste zu erfahren und daraus zu lernen, legte ich während der Vernissage ein Gästebuch aus. Ich bat die Besucher, mir hierin ihre eigenen Gedanken und Gefühle zu den Bildern mitzuteilen. Nachdem eine gewisse Anfangsscheu überwunden war, wurden dann auch zahlreiche Kommentare niedergeschrieben, die ich mir später zu Hause aufmerksam durchlas und nun immer wieder zur Hand nehmen kann.


Meinen Dank an die Autoren!

Ich hoffe, mein Gästebuch auf dieser Seite hier (zum Gästebuch), wird ebenso gut IMG 2583angenommen!

Vielfalt oder Spezialisierung?
Es war dieses Mal gut, sehr Unterschiedliches auszustellen. Das  passte meiner Meinung nach auch zum Ausstellungsmotto "Erste Schritte". So war für fast jeden etwas dabei. Es gab aber auch klare Favoriten unter den Serien: Insbesondere Serie 01, Meditation und Landschaften. Vereinzelt auch Serie 02 und Objekte. Die am häufigsten kommentierten Bilder waren Spreewald 1 und Bleibtreusee (beide aus dem Bereich Landschaften) und aus der Serie 01 die Bilder 1 und 2.

Vielleicht werde ich bei meiner nächsten Ausstellung eine engere Eingrenzung des Themas versuchen. Ideen dafür habe ich schon.



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